Vorsicht bei Bio-Stents

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Stent

Bio-Stents lösen sich nach 2-3 Jahren im Körper rückstandslos auf doch hat man inzwischen festgestellt, dass es durch Bio-Stents vermehrt zu erneuten Herzinfarkten kommt.

Ein Stent wird bei verengten Herzkranzgefäßen eingesetzt um die Gefäße offen zu halten und einen Herzinfarkt zu verhindern. Es handelt sich dabei um ein kleines, aus Drahtgeflecht bestehendes Röhrchen. Sogenannte Biostents, die hauptsächlich aus Milchsäure bestehen und sich nach einiger Zeit wieder auflösen, waren eine hoffnungsvolle Innovation gegenüber den metallenen Stents, die dauerhaft im Körper verbleiben, doch haben sich inzwischen Probleme gezeigt.

Forscher der Universitätsklinik Bern haben herausgefunden, dass Bio-Stents häufiger erneute Herzinfarkte verursachen, als die herkömmlichen Metallstents. Während sie beginnen sich aufzulösen, können sich Teile, die noch nicht vollständig in die Gefäßwand eingewachsen sind lösen und in den Blutstrom gelangen. Dort verursachen sie Blutgerinnsel, die zu einem erneuten Herzinfarkt führen können.

Zwar können Stents im akuten Fall eines Herzinfarkts lebensrettend sein, generell aber, hat sich herausgestellt, dass sie keinen Vorteil gegenüber anderen Therapiemaßnahmen bieten.

Auch bei chronischen Herzkrankheiten, die stabil sind, werden heute häufig Stents eingesetzt. Vor allem hier in Deutschland. Eine Metastudie mit mehr als 25.000 Patienten zeigte allerdings, dass das Einsetzen von Gefäßstützen bei einer chronischen koronaren Herzkrankheit im Vergleich zu einer medikamentösen Therapie mit gezieltem, regelmäßig durchgeführtem Sportprogramm keinen Vorteil bringt.

Quellen:

http://www.inselgruppe.ch/de/aktuell/details/news/bio-stents-erhoehen-herzinfarkt-risiko/

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Stents-werden-ueberschaetzt-Sport-und-Pillen-helfen,stent106.html

 

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