Ein wirksamer Helfer bei Migräne – Das Mutterkraut

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Mutterkraut

Das Mutterkraut ist eine alte Heilpflanze, die lange Zeit fast in Vergessenheit geraten war. Heute wird sie als wirksames Mittel gegen Migräne und Leukämie wiederentdeckt. In England war es schon als das Aspirin des 18.Jahrhunderts bekannt.

Im Aussehen ähnelt es der Kamille und wächst auch an ähnlichen Standorten wie diese: an Wegen, Zäunen und auf Schutthalden. Andere Namen sind Falsche Kamille und Fieberkraut. Bei Hildegard von Bingen ist es als Bertram bekannt.

Neue Erkenntnisse

Schon im Mittelalter wurde die Pflanze gegen Fieber und Kopfschmerzen angewandt.

Inzwischen haben aber auch pharmakologische Studien mit Extrakten aus den Blättern des Mutterkrauts eine gute Wirksamkeit dieser Pflanze gegen Migräne gezeigt. Die Häufigkeit und Schwere von Migräneanfällen konnte deutlich verringert werden wenn es mindestens zwei Monate regelmäßig angewandt wurde. Mutterkraut wirkt also nicht im Akutfall, sondern vor allem vorbeugend.

Von 270 Probanden, die regelmäßig unter Migräne litten, gaben 72% an, dass sich unter der Behandlung mit Mutterkraut ihre Symptome wesentlich verbessert hatten. Auch Versuche mit Trockenextrakten in Kapselform kamen zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz zur Placebo-Kontrollgruppe die Häufigkeit der Anfällle um ein Drittel reduziert werden konnte.

Als wirksamer Inhaltsstoff von Mutterkraut gilt das Sesquiterpenlacton „Parthenolid“. Es hemmt die Bildung von Prostaglandinen (Gewebshormone, verantwortlich für Schmerzzustände und Entzündungen) und verhindert die Freisetzung von Serotonin aus den Blutplättchen, so vermutet man, kann es Migräneanfällen vorbeugen.

Anwendung

Das Mutterkraut ist unproblematisch und man kann es leicht selbst anbauen. Gegen Migräne werden die Blätter verwendet 1-4 Blätter täglich kann man roh verzehren. Ursel Bühring empfiehlt: Täglich 4 Wochen lang ein Blatt, am besten auf einem Butterbrot, da die Inhaltsstoffe fettlöslich sind und so besser aufgenommen werden. Dann 4 Wochen Pause. Das 2x wiederholen und ein halbes Jahr pausieren. Dann kann man bei Bedarf wieder von vorn beginnen.

Man kann das Kraut und die Blüten auch trocknen und als Tee verwenden, bzw. eine Tinktur herstellen. Es gibt außerdem fertige Präparate zu kaufen.

Mutterkraut bei Krebs

Forscher der Universität Rochester fanden im Jahr 2002 außerdem heraus, daß die Mutterkrautsubstanz «Parthenolid» die myeloische Leukämie bereits auf Stammzellenniveau angreift, ohne dabei andere gesunde blutbildende Zellen zu schädigen.Nun soll ein entsprechendes Medikament entwickelt werden (Spektrum der Wissenschaft). Auch zeigte sich, dass das Mutterkraut das Wachstum von Krebszelllinien (Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs) unter Laborbedingungen hemmen kann (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16579729)

 

Quellen:

http://www.forum-naturheilkunde.de/phytotherapie/heilpflanzen/mutterkraut.html

http://www.naturheilt.com/heilpflanzen/mutterkraut.html

Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, Haug Verlag

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