Melisse bei Herpes simplex

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90 % aller Menschen sind mit dem Herpes simplex Virus infiziert. Bei vielen kommt es nie zum Ausbruch und eigentlich dachte ich: dieser Kelch könnte doch an mir vorüber gehen. Tat er aber nicht. Im November 2013 hatte ich zum ersten Mal einen Herpes. Erst war ich geschockt, denn diese fiesen kleinen Viren bekommt man ja nicht mehr wirklich los, sagt die Schulmedizin. Und dann kommt es immer wieder, wenn man es am wenigsten brauchen kann…

Der Arzt verschrieb mir Aciclovir, das habe ich nicht genommen, sondern mich erst einmal schlau gemacht, welche Möglichkeiten es denn aus naturheilkundlicher Sicht gibt. Und ich bin fündig geworden! Wie könnte es  auch anders sein, gibt es ein paar potente Helfer aus dem Pflanzenreich, die mindestens so gut helfen, wie die chemische Keule.

Bei diesem ersten Ausbruch war es zu spät, es auszuprobieren. Als der Herpes diagnostiziert wurde, war es schon fast wieder vorbei. Doch die folgenden Male habe ich ihn rein naturheilkundlich behandelt – und es hat funktioniert.

Leider gab bei mir nicht nur diese fiesen kleinen Bläschen, sondern ich war eine Woche komplett knocked out – mit erhöhter Temperatur und großer Erschöpfung.

Fünf Monate lang hatte ich jeden Monat, wenn ich meine Menstruation bekam, einen Ausbruch. Meistens konnte ihn  mithilfe der pflanzlichen Präparate stoppen, bevor es richtig losging. Von Monat zu Monat wurden die Symptome schwächer und mein Immunsystem kam besser damit zurecht. Dann hörte es auf und, das ist das Beste, ist seither nicht mehr wiedergekehrt. Egal wie gestresst ich und mein Immunsystem waren – es ist seit 4 Jahren kein Rezidiv mehr aufgetreten.

Die Behandlung

Bereits bei den allerersten Anzeichen: Erschöpfung, erhöhte Temperatur, Brennen oder Jucken an den bekannten Stellen sollte man mit der Therapie beginnen. Ich habe 4 x täglich 5 ml Esberitox mono Tropfen genommen. Esberitox besteht aus dem Presssaft des Sonnenhuts, Echinacea purpurea und mobilisiert die unspezifische Immunabwehr. Wichtig bei Echinacin ist, in einer möglichst frühen Phase der Infektion mit einer ausreichend hohen Dosis mit der Beahndlung zu beginnen. Ist eine Infektion schon in vollem Gange bringt es kaum mehr etwas.

Melisse wirkt

Die zweite wichtige Komponente bei Herpes simplex Viren ist Melisse. Melissenextrakt ist das einzige pflanzliche Arzneimittel, dessen antivirale Wirkung bei Herpes Infektionen klinisch gesichert ist. Melisse hemmt die Anlagerung und das Eindringen des Virus in noch nicht infizierte Körperzellen und unterbindet damit die Ausbreitung der Infektion.

1964 entdeckte man zum ersten Mal, dass wässriger Melissenextrakt gegen Masern-, Mumps- und Newcastle-Disease-Viren wirkt. 1974 wurde von May et al. die antivirale Wirkung von Melisse auf Herpes simplex Erreger vom Typ 1 und 2 nachgewiesen. Die Melisse wurde dabei mit mehr als 178 weiteren Heilpflanzen verglichen und zeigte in vitro die besten Ergebnisse.

Weitere Studien konnten auch die Wirksamkeit von Melisse in der Praxis zeigen. Schon 1984 wurde eine Creme mit Auszügen aus der Melisse gegen Placebo getestet. Besonders überzeugend waren die Ergebnisse, wenn Melisse in einem frühen Stadium, maximal 4 Stunden nach dem Auftreten erster Symptome, angewendet wurde. Weitere Studien und klinische Beobachtungen konnten außerdem zeigen, dass Melissentinktur oder Salbe genauso wirksam ist, wie virushemmende chemische Medikamente, z.B. Aciclovir. Zudem scheint bei Anwendung von Aciclovir die Rezidivhäufigkeit zuzunehmen, während sie bei Anwendung von Melissenpräparaten eher abnimmt.

Diese Ergebnisse kann ich aus eigener Erfahung bestätigen! Einmal begann es nachts und bis ich morgens aufwachte, war schon zu viel Zeit vergangen. Das war das einzige Mal, dass die Melisse nichts mehr ausrichten konnte. Und dass ich bis heute kein Rezidiv mehr hatte, schreibe ich durchaus auch meiner geliebten Melisse zu.

Zur Behandlung eignet sich Melissentinktur äußerlich und innerlich. Anfangs habe ich sie mir in der Apotheke bestellt, seither stelle ich sie selbst her und habe immer einen Vorrat auf Lager. Ende November hatte ich damals keine frische Melisse mehr…da sollte man dann im Sommer vorsorgen. Die Studien wurden mit einem wässrigen Auszug, bzw. mit einer Creme (Lomaherpan) gemacht, das scheint also auch zu funktionieren.

Die Tinktur habe ich stündlich auf die betroffenen Stellen aufgetupft, innerlich habe ich etwa 2 ml 4 x täglich eingenommen.

Einen guten Artikel zu Herpes mit weiteren Behandlungsmöglichkeiten gibt esvon Olaf Rippe bei Natura naturans: http://www.natura-naturans.de/artikel/pdf/herpes_simplex.pdf

Quellen:

Zitierte Studien:

May G. , Willuhn G.: Antivirale Wirkung wässriger Pflanzenextrakte in Gewebekulturen. Arz-neim.-Forsch/Drug Res. 28 (1), 1978 pp. 1 –7
R. Koytchev, R. G. Alken, S. Dundarow, Balmmint extract (Lo-701) for topical treatment of recurring Herpes labialis. Phytomedicine Vol 6(4): 1999 pp. 225 – 230

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